Balusterabstand: Normen und gleiche Teilung
Die 4-Zoll-Kugelregel, wie viele Baluster wirklich nötig sind und wie gleiche Abstände ohne Drift anmarkiert werden.
Von der Norm ausgehen, nicht vom Aussehen
Jede Absturzsicherung hat eine harte Grenze: Eine 100-mm-/4-Zoll-Kugel darf durch keine Öffnung passen. Miss den lichten Abstand zwischen fertigen Balusterflächen, nicht zwischen Mitten. Der Baluster-Abstand wendet diese Grenze direkt an — gib deinen Normabstand ein, und alle Abstände werden gleichmäßig darunter verteilt.
Wie die Balusterzahl entsteht
Für Länge L, Balusterbreite w und Maximalabstand g ist die Mindestzahl ⌈(L − g) / (w + g)⌉. Anschaulich: Jeder Baluster plus ein Abstand verbraucht w + g der Länge. Der Rechner verteilt den Rest auf n + 1 gleiche Abstände, inklusive der beiden Endabstände.
Kanten anmarkieren, nicht Mitten
Miss von einem Pfosten aus und markiere die linke Kante jedes Balusters — genau wie im Layout. Mitten zu markieren und dann die Breite zu teilen ist der klassische Driftfehler: Am Ende fehlt ein ganzer Baluster.
Drei Fehler, die man vermeiden sollte
Erstens: Abstand zwischen Mitten statt Lichtflächen. Zweitens: Endabstände vergessen — sie unterliegen derselben Grenze. Drittens: Länge zwischen Pfostenmitten statt lichter Länge; erst Pfostenbreite und Handlaufüberstände abziehen.
Vor dem Schnitt prüfen
Lege die Positionen mit Klebeband auf dem Boden aus, halte eine Kugelschablone (4-Zoll-Loch in Sperrholz) an die Abstände und schneide erst dann. Ein umgesetzter Baluster verteilt jeden Abstand neu — so wie ein Längszuschnitt-Rechner-Plan jeden Schnitt ändert, wenn sich ein Teil ändert.