Stickdateien skalieren: die 15-%-Dichteregel

Warum das Skalieren von PES oder DST nicht dem Skalieren eines Fotos gleicht — was mit der Stichdichte passiert und wie weit du gehen darfst.

Ein Resize behält jeden Stich

Stickdateien sind Listen von Nadelpositionen, keine Bilder. Ein Design auf 130 % zu skalieren dehnt die Lücken zwischen den Stichen um 30 % — die Fadenmenge ändert sich nicht. Deshalb ist Skalieren gratis und sofort, aber nur in begrenztem Rahmen sicher.

Die 15-%-Faustregel

Der Konsens der Community — bestätigt von Maschinenhandbüchern und Digitalisierern — lautet: innerhalb ±15 % der Originalgröße bleiben. Unter 85 % stapeln sich Stiche: Fadenbruch, gebogene Nadeln, Vogelnester unter dem Stoff. Über 115 % wirken Füllungen ral und der Stoff schimmert durch. Jenseits von etwa ±30 % neu digitalisieren.

Was an den Extremen passiert

Überdehnte Satinstiche klaffen und decken nicht mehr; verkleinerte Schrift schließt sich zu Klumpen. Beobachte zuerst Füllflächen und kleine Texte — sie verraten Dichteprobleme vor den Konturen. Sticke vor dem ganzen Kleidungsstück eine Probeecke in der neuen Größe.

Rahmengrößen und Einpassen

Übliche Rahmengrößen an Haumaschinen: 4×4 Zoll (100×100 mm), 5×7 (130×180), 6×10 (160×260) und 8×8 (200×200). Beim Einpassen muss das Design in beide Dimensionen passen — die engere schlägt zu, zentriert und ohne Drehung.

Skalieren ohne Upload

Der Stickdatei skalieren skaliert PES- (Brother/Babylock) und DST-Dateien (Tajima) komplett im Browser: er warnt an den ±15-%-Schwellen, zeigt die Dichteänderung und lädt die Datei im Originalformat mit erhaltenen Farben herunter.

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